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Almen, Hütten

Bichleralm


Bichleralm

Bichleralm – die Jausenalm oberhalb der früheren Triftstrecke der Vorderen Schwarzachen mit den riesigen Brotzeiten. Sie ist als Ausnahmefall einer Almhütte in Form des „Berchtesgadener Zwiehofes“ erbaut (Stand: September 2017)

Wanderrouten
Klausenrundweg, Almentour Laubau
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Teilbereich Ruhpoldinger Berge; südlich des Rauschberges bzw. des Inzeller Kienberges, westlich der Deutschen Alpenstraße.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Bichleralm ist eine erweiterte Jausenalm, sie liegt auf 857 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Bichleralm, D-83458 Schneizlreuth/Weißbach. Koordinaten: N = 47.720691, E = 12.725982; Geographische Daten: N = 47°43´14.5´´, E = 12°43´33.5´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 329459, N = 5287762; Gauß-Krüger: R-E = 4554574.498, H-N = 5287185.105. Die wichtigste Wanderstrecke ist der Aufstieg durch das Tal der Vorderen Schwarzachen (alte Holztriftstrecke), vorbei an der Bäckerklause und an der Harbachalm. Letztere liegt in Sichtweite nur wenig weit entfernt. Diese Strecke geht weiter zur Kaitlalm und zum Aufstieg auf den Strecker (Inzeller Kienberg). Zwischen Bichleralm und Harbachalm führt der Klausenrundweg nach Süden über die Hienbachklause und die Reiteralm ins Litzltal. Ein besonderer Weg ist auch der „Alpensteig“, der von Zwing kommt, quer über die Südflanke des Kienberges führt und direkt an der Bichleralm endet.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8665 929 939; eine eigene Internetseite ist nicht bekannt. Unten stehende Internetadresse enthält weitere Informationen zur Alm.; Internet: www.chiemsee-chiemgau.info/reisefuehrer-chiemgau/a-bichleralm-2
Die Bichleralm ist von Mitte Mai bis Kirchweih zur Bewirtung geöffnet. Einen Ruhetag hat sie in dieser Zeit nicht. Im Verpflegungsangebot stehen vor allem Hüttenbrotzeiten, aber auch Würste, einige vollwertige Mahlzeiten und natürlich der Kaiserschmarrn. Bekannt ist sie auch für die selbst gebackenen Kuchen. Man darf aber nicht zu spät dran sein, denn dann haben ihn die anderen schon aufgegessen. Dazu gibt es auch eine große Auswahl an Getränken vom Bier über Wasser und Säfte bis zum Kaffee. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm hat hinsichtlich ihrer Bauweise ein Alleinstellungsmerkmal: sie ist in Form des „Berchtesgadener Zwiehofes“ errichtet. Das bedeutet, dass Wohnhaus und Stall getrennt stehen. Diese Bauweise kommt auf den Höfen im Tal öfter vor, auf einer Alm ist das aber einmalig. Das breite Wohnhaus steht mit seinem flachen Dach in Ost/West-Richtung. Das Erdgeschoss ist gemauert, der Dachaufsatz ist aus Holz. Der Eingang befindet sich an der östlichen Giebelseite, etwas aus der Mitte versetzt. Dem vorgelagert ist ein kurzer Vouhaagl, über die gesamte Hausbreite ausgedehnt und mit Steinplatten belegt. Direkt an der Hauswand stehen einige Holztische zur Bewirtung der Wandergäste. Weitere Sitzmöglichkeiten befinden sich an der nördlichen Traufseite und vor dem „Stall“. Der ehemalige Stall ist gemauert und quer zum Wohnhaus etwas in den Berg gebaut, ca. 10 Meter entfernt. Er befindet sich – wie auch das Wohnhaus – in gutem Renovierungszustand. Diese Bauform ist aber nicht mehr vollständig funktionsgerecht erhalten. Einige Um- und Anbauten am Wohnhaus haben die Nutzung etwas verändert. Das Anwesen liegt am leicht nach Südost geneigten Hang am westlichen Rand der großen Freiflächen. Möglichkeiten zur Fernsicht bestehen nach Osten. Für Kinder gibt es rund um die Hofstelle einiges zu erleben.
Auf der Alm stehen vor allem Jungvieh, aber auch einige andere „Hobbytiere“.
Anmerkungen
Die bauliche Sonderform der Bichleralm habe ich bereits erwähnt. Sie wird aber den meisten Wanderern nicht auffallen. Sie nehmen zur Kenntnis, dass es vor dem schönen Haus und auch vor dem ehemaligen Stall genügend Plätze gibt, sich dort niederzulassen und die Bewirtung und die Umgebung zu genießen. Als ich von der Harbachalm kommend die Bichlerlam erreichte, befürchtete ich, dort nur wenige Gäste vorzufinden. Ich dachte, sie würden alle an der ersten Hütte hängen bleiben, zumal auch sie sehr einladend ist. Doch es ist wohl so, dass die Wanderer die beiden Almen kennen und sich deshalb gut verteilen. Die beiden Almhütten müssen sich die Kundschaft teilen und beide kommen damit offenbar gut zurecht.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018