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Karlsruher Grat



Karlsruher Grat

Karlsruher Grat – auch das ist Wandern im Schwarzwald. Rundwanderung mit alpinem Abschnitt nahe Ottenhöfen über Melkereikopf, Vogelskopf und Karlsruher Grat. Foto: Quarzporphyrfelsen am Karlsruher Grat

Schwierigkeit:33.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:15.1 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:561 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Aktuell: Teil des Nationalpark Schwarzwald Nord. Ottenhöfen, Ruhestein (B 500). Karte: Kompass Digital Schwarzwald.
Datum, Begleiter, Wetter
21.06.2013; Alleingang. Ich habe auf der Strecke nur wenige Wanderer zu Gesicht bekommen. Am Bosenstein waren aber doch etliche Personen anzutreffen, die den Karlsruher Steig gegangen sind. Wolkig mit Gefahr von Schauern und Gewittern, die dann gottlob ausgeblieben sind. Temperaturen für die Jahreszeit zu kühl, zum Wandern aber sehr angenehm.
Erreichte Gipfel
Melkereikopf (1024 m), Vogelskopf (1056); beide Gipfel nicht erreicht, da sie in der Ruhezone eines Naturschutzgebietes liegen. Besonderheit: Balzplatz für den Auerhahn.
Alm(en), Hütt(en):
Grenzstüble, Kernhof, Bosenstein, Auerhahnhütte (Schutzhütte auf 946 m Höhe)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Blöchereck. Die Zufahrt erfolgt über eine sehr schmale, kurvenreiche Straße von Unterwasser aus. GPS-Koordinaten: N = 48°33´11´´, E = 08°10´29´´.
Vom Wanderparkplatz Blöchereck ein paar Meter zurück, dann der gut präparierten Forststraße dem Wegweiser „Melkerei“ nach Osten folgen. Die Kreisstraße überqueren, nach rechts bergauf gehen bis zur Abzweigung nach rechts auf den Auerhahnweg. An der Hütte nach links, später im Wald einem Steig nach rechts folgen, der auf die Forststraße knapp unterhalb des Gipfels führt. Nach links gehen, immer auf der Straße bleiben, die B 500 überqueren und auf der Loipe durch den Wald bis zum Ruhestein weiterwandern. Direkt an der Einmündung zum Parkplatz die B 500 überqueren, die Forststraße ein paar Meter bergab und dann nach links auf den Steig wechseln. Dieser mündet später wieder auf die Forststraße ein, die zum Kernhof führt. Weiter gerade aus der Straße folgen, etwas später nach links abbiegen und leicht bergauf zum Bosenstein wandern. Ein paar Meter bergauf, dann rechst abzweigen in Richtung „Karlsruher Grat“. Kurz darauf führt der Umgehungspfad nach rechts, geradeaus kommt man direkt auf den Felsensteig. Nach dem Steig am Eichhaldenfirst links dem Steig bergab zum Gottschlägtal folgen. Bergwärts am Waldrand bleiben und in etlichen Windungen, vorbei an einem schönen Gehöft mit Rotwildgehege, zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Wanderparkplatz Blöchereck585
Melkereibrunnen800 0:41
Auerhahnhütte946 0:30
Melkereikopf1005 0:13
Ruhestein Grenzstüble907 0:43
Kernhof790 0:35
Bosenstein820 0:12
Eichhaldenfirst655 0:45
Gottschlägbach (Getränkestelle)573 0:14
Wanderparkplatz Blöchereck585 0:37
Anmerkungen:
Der Karlsruher Grat nahe Ottenhöfen ist ein bekannter Klettersteig, der diesen Namen allemal verdient. Der Hinweis auf alpine Erfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollte auf alle Fälle Ernst genommen werden, auch wenn der Klettersteig jederzeit abgebrochen und auf den weniger anspruchsvollen Umgehungssteig ausgewichen werden kann. Dies gilt umso mehr, als keinerlei Sicherungshilfen wie Seile, Geländer oder ähnliches angebracht sind. Bei Nässe ist die Begehung höchst gefährlich, da viele Stellen durch die häufige Benutzung sehr glatt sind. Die Hauptroute führt direkt von Ottenhöfen aus über den Steig. Ich begann aber weiter oben, weil ich erst die Umrundung des Melkereikopfes und Vogelkopfes noch machen wollte, die ich damit erreichte. Besonders erfreulich in diesem Wandergebiet ist die sehr gute Beschilderung mit Wegweisern. In meiner privaten Bewertung ist die Tour als „mittel“ eingestuft. Bezüglich der technischen Anforderung durch den Klettersteig wäre das Urteil deutlich höher.

Der Karlsruher Grat ist ein etwa 1 km langer Grat aus dem sehr harten Quarzporphyr, der sehr langsam verwittert und deshalb aus dem übrigen Gestein herausragt.

Auf der genannten Strecke gibt es ein gutes Dutzend einzelne, sehr steile Felsen mit einem spitzen Gipfel, über die man drüber muss.

Carl-Friedrich-Brunnen unterhalb des Melkereikopfes. An dieser Stelle wurden früher die Kühe des Klosters Allerheiligen gemolken, die in der Sommerzeit am Melkereikopf weideten.

In diesem Gebiet gibt es viele Wasserquellen, die natürlich auch heute noch genutzt werden. Insgesamt ist der Schwarzwald ein riesiger Wasserspender für das Grundwasser der Rheinebene, das in seiner Größe in Mitteleuropa unübertroffen ist.

Die Auerhahnhütte knapp unterhalb des Gipfels des Melkereikopfes hat ihren Namen nicht von ungefähr. Die Hochebene zwischen Melkereikopf und Vogelskopf ist ein riesiges Balzgebiet für dieses scheue Tier.

Tankstelle für Getränke verschiedenster Art, einschließlich etlicher geistiger Wässer in Gottschlägtal. Im noch intakten Wassertrog stehen die Flaschen gut gekühlt. Eine recht lustige Abdeckung schützt vor nicht gewollten Einflüssen auf die Getränke.

Am Ruhestein ist noch die alte Grenze zwischen Baden und Württemberg in Form eines Pfostens und eines großen Steines sichtbar. Direkt daneben steht das Grenzstüble.

Auf dem langen Höhenweg vom Melkereikopf zum Ruhestein hat man immer wieder herrliche Fernblicke z.B. auf das eingekesselte Ottenhöfen …

.. oder auf die gegenüberliegende, imposante Hornisgrinde mit dem Mummelseehaus. Natürlich gibt es in dieser Gegend auch Steinbrüche; der Quarzporphyr ist vielseitig verwendbar.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 11.08.2019