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Almen, Hütten

Tortalalm Niederleger


Tortalalm Niederleger

Tortalalm Niederleger – die Alm mit der „kleinen Verpflegung“ (nur Getränke), die es aber zur Weidezeit zuverlässig gibt. Angesichts des noch bevorstehenden Aufstiegs zur Torscharte sollte man das Angebot nicht ausschlagen (Stand: Sep 2015)

Wanderrouten
Torscharte
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Karwendelgebirge, Untergruppe „Nördliche Karwendelkette“ mit der Östlichen Karwendelspitze;; Die Alm liegt im Tortal, das von Hinterriss auf die Torscharte führt, den Sattel zwischen Torkopf und Östlicher Karwendelspitze.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Tortalalm Niederleger ist eine Weidealm, sie liegt auf 1141 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. An Wandermöglichkeiten ist nur der Aufstieg von Hinterriß durch das Tortal zu nennen, der über die Torscharte ins Rontal wieder zurückführt. Koordinaten: N = 47.447935, E = 11.457387; Geographische Daten: N = 47°26´52.6´´, E = 11°27´26.6´´; UTM-Daten: Z =32T, E = 685252, N = 5257871.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Ein Telefon für Wanderauskünfte bzw. eine eigene Internetseite sind nicht bekannt.; Internet:
Die Alm ist zur Weidezeit von Ende Mai bis Ende September geöffnet, einen Ruhetag kennt der Hirte nicht. Im Angebot hat er stets frische Milch und Buttermilch aus eigener Produktion zu günstigen Preisen. Dazu kommen natürlich die üblichen sonstigen Getränke (Bier usw.). Brotzeiten oder andere feste Speisen hat er nicht. Erreichbar ist er nur ab der Mittagszeit, da er vorher auf Kontrollgang zu seinen im Gelände verstreuten Tieren ist. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es natürlich nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm besteht aus zwei getrennten Gebäuden: dem Wohnbereich und dem Stall. Allerdings hat das Wohngebäude im hinteren Teil ebenfalls noch einen Stall bzw. Lagerräume für Futter u. dgl. Es handelt sich um eine regionaltypische Bauform mit einem asymetrischen Dach. Auf der kürzeren Dachseite ist ein etwas höherer Kniestock aufgesetzt, dadurch ist das Dach zumindest teilweise nutzbar. An der Giebelseite zur Straße ist eine Veranda in das Haus integriert und mit einer kleinen Mauer bzw. einem Holzlattenzaun abgegrenzt. Auf dieser Veranda ist auch Platz für eine kurze Rast der Gäste. Die beiden Gebäude stehen auf einer kleinen, leicht geneigten Lichtung. Einen Fernblick gibt es nur zu den gegenüberliegenden, fast senkrechten Torwänden.
Auf der Alm stehen Jungvieh und auch einige Kühe, die täglich zweimal gemolken werden müssen. Hinzu kommen noch einige Hühner und ein Esel, der wohl ein wichtiger Helfer ist, wenn ein Materialtransport zum Hochleger ansteht.
Anmerkungen
Auf meinem Weg überholte mich kurz vor der Hütte ein Mann, von dem ich sofort dachte, dass er der Hirte der Tortalalm sein müsse: feste Schuhe, flotter Gang, Hirtenhut und Hirtenstock. Als ich dann an der Hütte ein Schild „Milch, Buttermilch“ las, kam ich mit ihm sofort ins Gespräch. Ich bestellte mir ein Radler und während ich es trank, erzählt er mir bereitwillig was ich über seine Alm und die Gegend wissen wollte. Er ist seit mehr als 30 Sommern auf der Alm und übernachtet dort auch. Meine Prognose, dass er wohl noch weitere 30 Jahre dort sein werde, wollte er nicht so recht akzeptieren: „ dann wäre ich ja 95“. Als ich später erfuhr, dass er einmal ein Spitzensportler war, fand ich mich in meiner Einschätzung ganz richtig liegend. Es ist für mich ein vorbildhafter Mensch, den ich bestimmt nicht vergessen werde.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019